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Psychoanalyse und Psychotherapie - ein Verhältnis

„Psychoanalyse. Geschichte, Theorie, Anwendungen“ von Mag. Dr. Eveline List und
„Psychotherapie. Eine Einführung“ von Vizedekan Univ.-Prof. Dr. Thomas Slunecko

Die Buchpräsentation am Mittwoch, dem 7. Oktober, im Hörsaal G der Fakultät für Psychologie war eingebettet in ein abendliches Symposion mit sieben namhaften Vertretern der Psychoanalyse bzw. der Psychotherapie.

Durch den Abend führte Frau Dr. Bettina Reiter, selbst sowohl Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie als auch Psychoanalytikerin. Sie übernahm die Vorstellung der Symposiumssprecher und gab eine kurze Einführung in die Themenkomplexe Psychoanalyse und Psychotherapie.

Der Geschäftsführer der Wiener Psychoanalytischen Akademie, Dr. Fritz Lackinger, übernahm die Eröffnung des Symposions, welches als erste Kooperation zwischen der Wiener Fakultät für Psychologie und der Akademie für Psychoanalyse die Möglichkeit bot, einiges über das vielschichtige Verhältnis von Psychoanalyse und Psychotherapie zu erfahren.





Univ.-Prof. Dr. Slunecko bot einen Rückblick auf die geschichtliche Entwicklung der Psychoanalyse bzw. Psychotherapie, unter besonderer Berücksichtigung der Beschäftigung mit Freuds Theorien und Therapien im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts. Weiters gab er einen Einblick in die heutige Studienrichtung der Psychologie und die Veränderungen, die sein Institut seit seiner eigenen Studienzeit durchlaufen hat.

Dr. Reinhard Topf, Psychotherapeut, Klinischer Psychologe und Leiter des psychoanalytischen Teams des St. Anna Kinderspitals, legte den klinischen Zugang zur Psychoanalyse bzw. Psychotherapie dar, und schilderte den Umgang mit traumatisierten Eltern schwerkranker Kinder.

Einen interessanten Vergleich zog Mag. Dr. Erwin Parfy, Verhaltenstherapeut und Klinischer Psychologe, heran, indem er die Psychoanalyse mit einer Katze, die Psychotherapie mit einem Hund verglich. Jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich Analyse und Therapie weniger „beißen“, als man annehmen möchte, dementsprechend schilderte er  Berührungspunkte.

Primarius Dr. Wilhelm Burian, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und Psychoanalytiker, berichtete vom Projekt, in der Wiener Psychoanalytischen Akademie eine eigene Richtung zu etablieren, nämlich einen psychoanalytischen Zugang zur Psychotherapie. Auch er bot einen ergänzenden Umriss der geschichtlichen Entwicklung der Psychoanalyse und Psychotherapie.

Letzte Sprecherin des Abends und zugleich Autorin des Werkes „Psychoanalyse. Geschichte, Theorie, Anwendungen“ war Frau Mag. Dr. Eveline List, Psychoanalytikerin mit Lehrfunktion am Institut für Geschichte. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit der Psychoanalyse als Therapieform bzw. von Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Psychoanalyse und Psychotherapie.

Den zweiten Teil des Abends bildete die Präsentation der beiden Werke, in die man durch das Symposion bereits weit reichende Einblicke erhalten hatte. Univ.-Prof. Dr. Slunecko stellte die Beiträge des von ihm herausgegebenen Buches und deren Autoren vor. Mag. Dr. Eveline List bot einen Überblick über den Inhalt und die Gliederung ihres Werkes.

Schließlich fand noch eine angeregte Diskussion zwischen den Symposiumssprechern und den Zuhörern, unter denen sich auch zahlreiche Studenten befanden, bei Wein und Häppchen statt.

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Top-Tipp

BEREITS IN 5. AUFLAGE:

Karmasin Matthias, Ribing Rainer

Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten

UTB: facultas.wuv 2010, 168 Seiten

ISBN 978-3-8252-2774-6

EUR 12,30

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